Arbeitgeber muss bei Mobbing Schmerzensgeld zahlen

Bei Mobbing kann einem Arbeitnehmer Schmerzensgeld zustehen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Arbeitnehmer vor Mobbing zu schützen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen. Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass Mobbing unterlassen wird.

In dem Fall, der einem Urteil des Arbeitsgerichts Siegburg, Az. 1 Ca 1310/12 zugrunde lag, war ein seit 1992 als Mitarbeiter in der IT-Abteilung beschäftigter Arbeitnehmer, welcher zugleich Bereichsleiter IT-Softwareservice gewesen war, nachdem er sich über eine Unterbeschäftigung beschwert hatte, angewiesen worden, tägliche Arbeitsberichte zu verfassen und EDV-Schrott zu sortieren. Es kam zu einer erheblichen Zuspitzung des Konfliktes zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber, in dessen Verlauf der Arbeitnehmer unter anderem psychotherapeutisch behandelt werden musste. Zuletzt brach der Geschäftsführer der Arbeitgeberin ein BEM-Gespräch (BEM = Betriebliches Eingliederungsmanagement) ab, so dass das Gespräch über eine Wiedereingliederung des Arbeitnehmers nach langdauernder Krankheit nicht zu Ende geführt wurde. Der Arbeitnehmer war seit mehreren Jahren arbeitsunfähig erkrankt.

Gemäß dem Urteil des Arbeitsgerichts Siegburg wurden die Arbeitgeberin und der Geschäftsführer zur Zahlung von Schmerzensgeld in Höhe von 7.000,00 € an den Arbeitnehmer verurteilt.

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